Strukturpellets im Kuhstall
Das Rind ist ein Gemütstier. Egal, ob es sich um Milchkühe oder Mastrinder handelt – sie alle fühlen sich wohl und sind gesund, wenn ihr Stall artgerecht ausgestattet ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn die Liegebereiche mit Strukturpellets eingestreut sind. Denn diese sorgen für ein trockenes, sauberes und weiches „Bett“.
Sauber, bequem und sicher – diese drei Kriterien sind bei den zumeist in Tiefliegeboxen gehaltenen Kühen mitentscheidend für das Wohlbefinden und zugleich für die Leistungsfähigkeit der Tiere. Diese Ziele sind mit Strukturpellets als Einstreumaterial optimal erreichbar. Denn sie binden die Feuchtigkeit in der Liegebox extrem gut, lösen sich dabei sukzessive auf und bilden eine den Boden gleichmäßig bedeckende Matratze. Auf dieser liegen die Tiere sehr bequem und sauber, was auch der Eutergesundheit zugutekommt. Zudem können sich die Tiere dort sehr sicher niederlegen und aufstehen. Gleiches gilt für Rinder, die in einem Tiefstreustall gehalten werden.
Strukturpellets im Geflügelstall
Fliegen zählt nicht gerade zu den Stärken von Hühnern, denn richtig wohl fühlen sie sich am Boden. Da die Tiere mitunter viel Zeit im Stall verbringen, muss der Boden dort für die Hühner artgerecht beschaffen und sein und deren natürliches Scharren und Picken ermöglichen. Gerade bei Legehennen ist es aber wichtig, dass der Boden nicht verschmiert und die Legenester mit den dort abgelegten Eiern sauber bleiben. Als Einstreu verwendete Strukturpellets erweisen sich diesbezüglich als sehr geeignet.
Der Einsatz von Strukturpellets in der Geflügelhaltung hat sich bereits in vielen Betrieben bewährt. Denn die als Einstreu genutzten Pellets saugen die Feuchtigkeit im Stall nach und nach auf, sodass die Tiere eine stets trockene und saubere Umgebung vorfinden. Hierbei zerpicken die Hühner die auf dem Boden ausgestreuten Presslinge und verhindern damit durch eine kontinuierliche Nachlieferung von saugfähigem Material, dass der Stallboden verschmiert.
Strukturpellets im Schweinestall
Das Schwein hat mehr mit uns Menschen gemein als uns vielleicht bewusst ist. Denn es möchte auch gerne warm und trocken „gebettet” sein, ist neugierig und will beschäftigt sein. Zur Förderung des Tierwohls setzen Schweinehalter zunehmend auf Strukturpellets. Denn sie sind nicht nur als Einstreu- und Beschäftigungsmaterial, sondern auch gezielt, als Futtermittel zu verwenden. Dank der extrem hohen Saugfähigkeit sind Strukturpellets ideal als Einstreumaterial einsetzbar. Dabei nehmen sie nicht nur die Feuchtigkeit im Stall auf, sodass die Schweine trocken stehen und liegen können. Zudem binden die Pellets das in der Stallluft vorhandene Ammoniak und verbessern dadurch das Stallklima. Im Vergleich zu Strohhäcksel wird dabei nur etwa die Hälfte an Einstreumaterial benötigt. Nebenbei reduziert sich auch die Menge des anfallenden Mists und die dafür nötige Lagerkapazität. Auch das den Schweinen angeborene Erkundungsverhalten wird durch die Bereitstellung von Strukturpellets befriedigt. Als Beschäftigungsmaterial lenkt es die Tiere vom Schwanzbeißen ab und fördert so zusätzlich das Tierwohl. Insbesondere für laktierende Sauen ist es ein willkommenes Futtermittel.
Denn als keimfreies und rohfaserreiches Raufutter vergrößert es das Volumen ihres Magen-Darm-Trakts und steigert so das Futteraufnahmevermögen. Gleichzeitig fördert es das Sättigungsgefühl, was wiederum zur Beruhigung der Tiere beiträgt.